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Blähungen

Ursachen und Maßnahmen

Was sind Blähungen?

Jeder kennt sie, aber niemand spricht darüber: Blähungen, Pupsen, Furzen – für das Luftablassen über den Darm gibt es einige Bezeichnungen.

Geringe Mengen an Darmgasen nehmen wir meist gar nicht wahr, sie entstehen, wenn Dickdarmbakterien Ballaststoffe verwerten. Diese Gasmengen werden nicht über den Darmausgang ausgeleitet, sondern von der Darmschleimhaut absorbiert und völlig geruchlos über den Atem ausgeschieden.

Kommt es jedoch zu häufigen Blähungen, dann kann der Körper das Gas nicht mehr unbemerkt beseitigen. Wer das Pupsen unterdrückt, riskiert durch die Ansammlung der Gase im Darm Bauchkrämpfe. Außerdem kann sich der Druck auf die Lungen erhöhen und man gerät unter Stress. Nicht lebensbedrohlich, doch ziemlich unangenehm.

Blähungen sind die Folge von Gär- und Fäulnisprozessen im Verdauungssystem. Die dabei entstehenden Gase bestehen aus Wasserstoff, Kohlendioxid und giftigen Methangasen. Gerade die Methangase können nicht nur das Verdauungssystem und die Darmflora schädigen, sondern den gesamten Organismus, insbesondere die Leber. Daher ist eine zügige Ausleitung der Blähungen sehr wichtig, um eine Selbstvergiftung zu vermeiden.

Mögliche Ursachen von Blähungen

Blähungen durch verschluckte Luft

Wir schlucken ungefähr ein Mal in der Minute und nehmen dabei zwei bis drei ml Luft auf. In folgenden Situationen schlucken wir mehr Luft als üblich:

  • Angeregtes Sprechen während des Essens
  • Rauchen
  • Kaugummi kauen
  • Hastiges Essen
  • Kohlensäurehaltige Getränke

Blähungen durch ungesunde Essgewohnheiten

  • Nächtliches Essen oder schwer verdauliche Speisen am Abend
  • Mangelndes Kauen und Einspeicheln der Nahrung
  • Ungünstige Mengenverteilung, z. B. nur eine große Mahlzeit am Tag

Blähungen durch zu viele Getreideprodukte

Eine Ernährung, die hauptsächlich aus isolierten und konzentrierten Kohlenhydraten (Weißmehlprodukte, Zucker) besteht, fördert automatisch Gärprozesse. Wer die Ernährung mit Vollkornprodukten nicht gewohnt ist, sollte sich schrittweise herantasten, da diese sonst noch mehr Blähungen verursachen können als ihre weißen Verwandten.

Blähungen durch Zuckeraustauschstoffe

Zuckeraustauschstoffe finden wir bevorzugt in zuckerfreien Diät-Softdrinks, in Diät-Süßigkeiten, in Kaugummis etc. Zuckeraustauschstoffe wie z. B. Sorbit, Maltit, Xylitol etc. führen ab einer bestimmten Dosis zu teilweise extremen Blähungen.

Blähungen durch zu viel Eiweiß

Protein-Blähungen werden durch ein Übermaß an tierischen Proteinen ausgelöst. Tierische Eiweiße werden oft nur unzureichend verdaut, wodurch es zu Fäulnisprozessen im Darm kommen kann. Diese wiederum führen zu einem Überhandnehmen der Fäulnisbakterien, was die Darmflora aus dem Gleichgewicht wirft und in Blähungen endet.

Vor allem das Molkeneiweiß, welches oft Hauptbestandteil von Proteinshakes ist, verlässt sehr schnell den Magen und gelangt als komplexes, unvollständig gespaltenes Eiweiß in den Darm und fördert die Entstehung von Blähungen. Eine gute Alternative ist konzentriertes pflanzliches Eiweiß, aus Hanf, Reis und Erbsen, kombiniert mit zahlreichen B-Vitaminen aus Buchweizenkeimen, etwa Vitamin B1, B2 und B6, Vitamin C aus Acerola und Camu Camu, Magnesium und dem Ballaststoff Inulin. http://bit.ly/eiweiß-vitalkomplex

Blähungen durch falsche Lebensmittelkombinationen

Menschen mit einem bereits angeschlagenen Verdauungssystem können bei falschen Lebensmittelkombinationen mit Blähungen reagieren. Ungünstige Kombinationen sind Getreideprodukte mit Zucker bzw. Früchten (Obstkuchen, Waffeln mit Obst etc.) oder Getreideprodukte mit Milchprodukten (Müsli, Pizza, Brot mit Käse etc.).

Blähungen durch Nahrungsmittel-Intoleranzen und Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten

Nahrungsmittel-Intoleranzen wie z. B. die Fructose-, Lactose-, Histamin-, oder die Gluten-Intoleranz können zu starken Blähungen führen. Neben Intoleranzen, die einen bestimmten Stoff betreffen, gibt es auch Unverträglichkeiten auf einzelne Lebensmittel (z. b. Äpfel), die Blähungen auslösen können. Diese Intoleranzen bzw. Unverträglichkeiten können bei jedem Hausarzt oder Facharzt für Gastroenterologie relativ schnell überprüft bzw. ausgeschlossen werden.

Blähungen durch Medikamente

Viele Medikamente haben Nebenwirkungen, die eine gesunde Darmflora schädigen und auf diese Weise Blähungen auslösen. Dazu gehören Antibiotika, manche Schmerzmittel, manche Antidiabetika etc.

Wichtig ist eine Sanierung der Darmflora nach jeder Medikamenten-Therapie!

Blähungen bei Krankheiten

  • chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Blähungen können auch auf eine bereits bestehende chronisch entzündliche Darmerkrankung hinweisen. Bei Morbus Crohn beispielsweise führen die oft vorhandenen Engstellen im Darm dazu, dass sich der Darm über der Engstelle weitet, was zu Schmerzen und Blähungen führt. Auch bei Colitis ulcerosa, einer weiteren chronisch entzündlichen Darmerkrankung, wird ein Schub von teilweise heftigen Blähungen begleitet.

  • Reizdarm-Syndrom

Dieses Krankheitsbild ist eine häufige Ursache für Blähungen. Das Bewegungsmuster des Darmes ist hier chronisch gestört, wodurch er zum Beispiel auf Luftansammlungen vermehrt schmerzhaft reagiert. Häufig kommt es bei einem Reizdarm neben vermehrten Blähungen auch zu Unregelmäßigkeiten beim Stuhlgang.

  • Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung

Wenn die Bauchspeicheldrüse erheblich geschädigt ist, bildet sie unter anderem zu wenig Verdauungsenzyme, so dass die Nahrung teilweise unverdaut in den Dickdarm gelangt und dort von den Darmbakterien fermentiert wird, was zu ausgeprägten Verdauungsproblemen führen kann.

Maßnahmen gegen Blähungen

Treten Blähungen nicht mehr nur gelegentlich auf, sondern jeden Tag in belästigender Form, dann ist folgende Vorgehensweise empfehlenswert:

  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten abklären lassen bzw. selbst austesten
  • Führen Sie ein Ernährungs-Tagebuch
  • Stellen Sie Ihre Ernährung um. Eine natürliche und basische Ernährungsweise führt automatisch zu einer Reduzierung der oft problematischen Getreideprodukte und tierischen Eiweiße. Berücksichtigen Sie dabei Unverträglichkeiten, die bei Ihnen bisher zu Blähungen führten, meiden Sie Produkte mit Zuckeraustauschstoffen.
  • Sollte man beim Essen trinken? Aus Angst vor Verdauungsproblemen trinken viele Menschen während den Mahlzeiten nicht. Der Grund: Das Getränk soll während des Essens die Magensäure verdünnen. Im Magen spaltet die Magensäure die Nahrung in ihre Einzelteile. Nur so kann der Körper sie auch absorbieren und weiterverwenden. Trinken in Maßen während des Essens verdünnt die Magensäure nicht. Bei manchen Speisen empfiehlt es sich sogar, etwas begleitend zu trinken. Ballaststoffe können durch die gleichzeitige Aufnahme von Flüssigkeiten besser quellen und sind dadurch leichter zu verdauen. Natürlich sollte die Nahrung nicht mit Flüssigkeiten heruntergespült werden, denn das Kauen erfüllt wichtige Aufgaben: Es zerteilt die Speisen und der Speichel beginnt schon im Mund mit der Zersetzung der Lebensmittel.
  • Bitterstoffe haben auf das gesamte Verdauungssystem sehr positive Auswirkungen. Sie fördern die Bildung von Speichel, Magen- und Gallensaft, harmonisieren den Säure-Basen-Haushalt und führen zu einer verbesserten Durchblutung der Magenschleimhaut. Bitterstoffe findet man in allen bitter schmeckenden Salatsorten, in vielen Kräutern und Gewürzen. Produktempfehlung mit hochdosierten, natürlichen Wirkstoffen:http://bit.ly/leberkraft
  • Mineralerde Bentonit absorbiert sowohl überflüssige Luft im Verdauungstrakt als auch Gifte, die die Gasbildung begünstigen können. Beim Kauf auf ein zertifiziertes Medizinprodukt achten!
  • Die Inhaltsstoffe von Fenchel-, Anis- und Dillsamen entspannen die Muskulatur des Verdauungstraktes und lassen das angesammelte Gas unauffällig entweichen.
  • Petersilie hilft gegen Gasbildung und kann unkompliziert frisch gehackt oder getrocknet fast allen Gerichten zugegeben werden.
  • Ingwer in Form von Ingwertee genießen oder frischen Ingwer beim Kochen verwenden.
  • Stress wirkt sich unmittelbar auf den Darm aus! Ein effektives Stress-Management und wirksame Entspannungstechniken, wie das Autogene Training, Yoga und Meditation wirken dem Stress entgegen. Unterstützend kann die traditionelle chinesische Rezeptur Bupleurum 9 wirken http://bit.ly/bupleurum9
  • Lassen Sie sich durchchecken, insbesondere dann, wenn neben den Blähungen weitere auffällige Symptome wie z. B. Blut im Stuhl, Schmerzen, unerwünschte Gewichtsabnahme, chronische Durchfälle oder chronische Verstopfung auftreten.

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