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Was passiert beim Fasten?

Welche Nebenwirkungen erwarten mich und was kann ich dagegen tun?

Für den Stoffwechsel, die Verdauungsorgane, das Herz-Kreislauf-System und nicht zuletzt für die Psyche bedeutet das Fasten eine große Umstellung. Nachvollziehbar, dass Körper und Geist mit entsprechenden Symptomen reagieren.

Es gibt sehr viele unterschiedliche Fastenmethoden, etwa das Buchinger-Fasten mit Säften und Brühe, die sanftere Schroth-Kur, das Basenfasten oder auch das Fasten nach F. X. Meyer. Je nach Fastenmethode können unterschiedliche Nebenwirkungen auftauchen, dazu gehören:

• Konzentrationsmangel
• Schwindel, Kreislaufprobleme und Schwächegefühle
• Kopfschmerzen
• Übelkeit
• Hautausschläge
• Durchfall oder Verstopfung
• Gliederschmerzen

Wie können Sie Kopfschmerzen und anderen Nebenwirkungen vorbeugen?
Wenn Sie auch sonst zu Kopfschmerzen neigen, sind Sie besonders anfällig, aber auch alle anderen können beim Fasten von plötzlichen Kopfschmerzen geplagt werden. Allerdings treten die Kopfschmerzen meist in den ersten drei Tagen auf und klingen dann wieder ab.

1. Kopfschmerzen durch Koffein-Entzug
Eine Ursache für fastenbedingte Kopfschmerzen kann unser geliebter Kaffee sein. Der Körper entwöhnt sich aber
nach 2-3 Tagen, sodass die Kopfschmerzen dann wieder verschwunden sein dürften. Erfahrungsgemäß ist es
hilfreich, die Kaffee-Zufuhr bereits 1-2 Wochen vor dem Fasten stetig zu reduzieren, statt am ersten Fastentag
aprupt auf den Kaffee zu verzichten.

2. Trinken Sie ausreichend?
Wenn Sie zu wenig trinken, können sich neben Kopfschmerzen auch Hautausschläge, Gliederschmerzen und
Schwindel bemerkbar machen. Während des Fastens lösen sich Schlacken, Gifte und Stoffwechselabbauprodukte,
die ohne ausreichende Flüssigkeitszufuhr nicht ausgeschieden werden können. Nun zirkulieren sie durch den
Körper und belasten uns mit den genannten Beschwerden.

Daher ist es ist sinnvoll über den Tag verteilt ca. 3 Liter Flüssigkeit zu sich nehmen. Ein Drittel sollte aus stillem
Wasser, die übrige Flüssigkeit kann aus Gemüsebrühe, Kräutertee oder verdünntem Gemüsesaft bestehen.

3. Trinken Sie zu viel Wasser?
Wenn Sie zu viel Wasser trinken, werden durch das häufige Wasserlassen jedes Mal auch Mineralstoffe ausgeleitet.
Dies kann zu einem Mineralstoffmangel und als Folge zu Kopfschmerzen, Schwindel und Konzentrationsstörungen
kommen.

Trinken Sie daher kleine Mengen über den Tag verteilt und nicht mehr als insgesamt 3 Liter Flüssigkeit täglich.

4. Sind unangenehme Einläufe wirklich nötig?
Die Verdauung gerät bei vielen Menschen ins Stocken, da bei einer Fastenkur keine feste Nahrung aufgenommen
wird. Doch gerade die regelmäßige Darmentleerung – neben der Entgiftung über die Nieren – sorgt für den
Abtransport der gelösten Gifte und Schlacken. Bleiben die Abfallstoffe im Körper können sie Kopfschmerzen und
andere Nebenwirkungen auslösen.

Daher ist es wichtig, den Darm alle 2 Tage gründlich zu entleeren. Darmspülungen mit Irrigator sind einfach
durchzuführen, schmerzen nicht und haben keine negativen Nebenwirkungen.

5. Bentonit unterstützt den Körper bei der Entgiftung
Bentonit ist eine Mineralerde. Der Name stammt von dem Ort, wo das Gesteinsmehl erstmals entdeckt wurde: in
Fort Benton, einer kleinen Stadt in Montana, USA.

Bentonit absorbiert gelöste Gift- und Schlackenstoffe im Darm und verhindert so, dass sie erneut in den
Blutkreislauf gelangen und zu Kopfschmerzen und anderen Nebenwirkungen des Fastens führen können.

Kaufen Sie nur Bentonit, welches als Medizinprodukt der Klasse IIB zertifiziert wurde, zur medizinischen
Anwendung geeignet ist und eine Körnchengröße aufweist, die zwar fein ist, aber nicht in den Nanobereich fällt.

6. Bewegung ist ein elementarer Baustein des Fastens
Täglich 30 Minuten moderates Ausdauertraining in Form von Wandern, Walken, Schwimmen, zügigem
Spazierengehen etc. bringt Kreislauf und Durchblutung in Schwung, aktiviert die Verdauung, leitet vermehrt
Sauerstoff ins Gewebe und trägt somit zum Gelingen der Giftmobilisierung und Schlackenausleitung bei.

Da der Körper durch das Fasten bereits Höchstleistungen erbringen muss, ist es ratsam auf Leistungssport zu
verzichten.

Holen Sie sich vor dem Fasten das „Go“ von Ihrem Arzt!
Besonders wenn Sie bereits an chronischen Erkrankungen leiden, fragen Sie besser Ihren Arzt, ob das Fasten für Sie geeignet ist und worauf Sie achten sollten.

„Wer stark, gesund und jung bleiben will, sei mäßig, übe den Körper, atme reine Luft und heile sein Weh eher durch Fasten als durch Medikamente“.
Hippokrates von Kos (460 – etwa 377 v. Chr.), griechischer Arzt, »Vater der Heilkunde«